Lean Plastics

Kurznotiz

Unternehmen: 
Lean Plastics Technologies GmbH
Gegründet: 
2018
Gründer: 
Martin Langlotz, Matthias Düngen
Produkt: 
Kunststoffpulver für Additive Manufacturing-Verfahren („3D-Druck“)

Die Lean Plastics Technologies GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoffpulver für Additive Manufacturing-Verfahren („3D-Druck“).

 

Wie seid ihr auf eure Idee gekommen?

Wir haben die enormen Preise und Herstellungsmethoden für Kunststoffpulver, die im 3D-Druck zum Einsatz kommen, gesehen und uns gedacht: das können wir besser.

 

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Wir waren beide lange Jahre Wissenschaftler-Kollegen am Fachgebiet Kunststofftechnik der TU Ilmenau und haben uns dabei langsam gedanklich sowohl an das Produkt als auch an das Ausgründen herangerobbt.

 

Was ist die größte Herausforderung am selbstständig sein?

Die richtigen Partnerschaften zu finden. Seien es Auftraggeber, Investoren, Banken, Vermieter, Mitarbeiter, Zulieferer usw. – es gibt viele Beziehungen, die es aufzubauen gilt, und die alle ihre eigenen Randbedingungen haben. Dieses umfangreiche Geflecht hatten wir als „normale“ Arbeitnehmer nicht in diesem Umfang kennengelernt.

 

Was habt ihr für Ratschläge an Ilmenauer Gründungsinteressierte?

Nutzt die Kontakt-Angebote in Ilmenau bzw. ganz Thüringen, wie das auftakt.-Netzwerk. Gerade für die Anfangsphase wird einem sehr gut und so unkompliziert wie möglich geholfen. Dabei ist es manchmal das Wichtigste überhaupt über die eigenen Ideen mit Gleichgesinnten zu sprechen.

 

Habt ihr Tipps zur Finanzierung eines Start-up und/oder zur Investorensuche?

Lieber mit den potenziellen Partnern ins Gespräch kommen als die Unterlagen zu perfektionieren. Schnell erklären zu können, wieso diese Geschäftsidee eine Gelddruckmaschine ist, ist das Wichtigste. Ob man diese Botschaft transportiert, merkt man nur am lebenden Objekt. Wir haben uns für die Thüringer Investor Days (Pitchen vor Investoren) angemeldet und hatten noch keinen Business Plan. Viele Risikokapitalgeber investieren nicht in Pläne, sondern in Unternehmer.

 

Was war für euch der spannendste Wechsel von der Uni zu eurem Unternehmen?

Große Organisationen, wie Universitäten, Behörden und größere Unternehmen, definieren sich stark über Prozesse, denen sich Einzelne unterwerfen müssen. Ein kleines Unternehmen definiert sich über seine Mitarbeiter. Das ist eine echte Befreiung.

 

Ilmenau ist für Gründer…

… eine ideale Startbahn. Es gibt viele junge und junggebliebene Unternehmen, bei denen die Geschäftsführung auch noch weiß, wie es am Anfang war und einem Start-up gerne noch einen Tipp gibt. Die Offenheit und Hilfsbereitschaft auch in Netzwerken wie auftakt. ist hervorragend. Irgendwie kennt in Thüringen am Ende jeder jeden, wenn man erstmal Kontakt zu den Netzwerken aufgebaut hat.

Thorsten Siemeister im Mai 2019