EXOR PRO

Kurznotiz

Unternehmen: 
EXOR PRO GmbH
Gegründet: 
2002
Gründer: 
Falko Rotter, Kristian Kalweit
Produkt: 
Software für die Bereiche Lagerverwaltung und –steuerung, Versand- und Transportlogistik sowie Datenintegration

Der Gründungsprozess

(Interview mit Falko Rotter, Geschäftsführer und Gründer der EXOR PRO GmbH)

Wer ist EXOR PRO?

Waren fachgerecht lagern, verpacken, versenden, kommissionieren, Bestellungen sowie Retouren abwickeln und das ganze natürlich termintreu, hoch produktiv und von gleichbleibend großer Qualität. Kurzum: Die Logistik von heute muss eine ganze Menge leisten können. Als innovativer, leistungsstarker IT-Partner hat die EXOR PRO sich deshalb auf die Entwicklung und Realisierung maßgeschneiderter Softwarelösungen für die Bereiche Lagerverwaltung und -steuerung, Versand- und Transportlogistik sowie Datenintegration spezialisiert.

Der Name EXOR PRO ist ein Pseudonym. Wichtig bei der Namenswahl waren die Verfügbarkeit der Marke, die Wiedererkennbarkeit, die internationale Verwendbarkeit, der technische Klang und die Offenheit für Veränderungen der Geschäftsfelder.

 

Das EXOR PRO Team

 

Was ist die Idee/das Produkt von EXOR PRO?

Mit dem Produkt KELVIN WMS - zur Steuerung aller intralogistischen Vorgänge – verfolgt die EXOR PRO GmbH das Ziel, den Kunden ein Werkzeug an die Hand zu geben, welches ihren Lager- und Geschäftsprozessen zu deutlich mehr Effizienz, Transparenz und spürbaren Kosteneinsparungen verhilft. Das Grundparadigma für alle Entwicklungen der beiden Gründer ist es, stets eine hohe Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Produkte der EXOR PRO GmbH sind wandelbar und können dadurch spezifische Prozesse schnell, sicher und effizient abbilden. Standardisierung und Individualität müssen somit keine Gegensätze darstellen, sondern sind Zielstellungen, die in einem System realisiert werden. Die Idee der EXOR PRO GmbH liegt somit darin, dem Bedürfnis der Kunden – nach Individualität auf der Basis eines starken Standardsoftwaresystems – umfassend Rechnung zu tragen.

 

Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?

Mit der Idee wurden die Gründer während eines Praktikums konfrontiert. Die Logistikbranche ist durch den eCommerce in den letzten Jahren weitreichenden Veränderungen unterworfen:

  • großes Sortiment, geringe Bestandshöhe
  • geringe Sendungsgröße
  • geringer Warenwert im Verhältnis zu den Logistikkosten
  • kürzere Lieferzeiten
  • erweiterte Versandservices
  • hoher Informationsbedarf
  • höhere Retourenquote

Etablierte Softwaresysteme waren zu starr und nur mit immensem Aufwand erweiterbar. Die Gründer hatten sich zum Ziel gesetzt, die logistischen Prozesse zu steuern und die benötigten Informationen bereit zu stellen. Dabei verfügten sie zu Beginn noch nicht über vertiefte Branchenkenntnisse. Deshalb starteten sie zunächst nicht mit einem eigenen Produkt sondern boten Dienstleistungen und Anpassungen für bestehende Produkte an und bauten dabei die benötigte branchenspezifische Expertise auf.

Kristian Kalweit und Falko Rotter,
Gründer und Geschäftsführer (von links)

Schon während ihres Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau war den beiden Gründern Falko Rotter und Kristian Kalweit klar, dass sie gern ihre eigenen Ideen umsetzen wollen. Getragen von der Überzeugung, dass der Markt gute Softwarelösungen braucht, krempelten die beiden Praktiker die Ärmel hoch und legten los. Falko Rotter rief bereits während seines Studiums die Falko Rotter Softwaredesign ins Leben, aus der 2001 die Rotter und Kalweit Software GbR am Standort Gotha entstand. 2002 gründeten sie die EXOPR PRO GmbH & Co. KG, die später als GmbH umfirmierte. Nach Gotha hatte es die beiden Gründer aufgrund der Nähe zu ihrem Hauptauftraggeber verschlagen. Eine Entscheidung, die sie 2004 mit ihrem Standortwechsel ins Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau revidierten. Zwei Jahre später konnten sie ihr erstes eigenes Produkt, KELVIM WMS, auf dem Markt einführen, 2010 folgte dann das Produkt DataMorph.

2009 zog die EXOR PRO in die Ziolkowskistraße und schließlich 2013 in ihren jetzigen Unternehmensstandort, den Längshüttenweg.

 

Der Standort

 

Was macht Ilmenau als Standort besonders attraktiv?

Die Nähe zur Technischen Universität Ilmenau, aus der die EXOR PRO einst ausgründet wurde, ist besonders attraktiv. Sie ermöglicht sowohl den Einsatz und die Entwicklung junger Fachkräfte bereits während und auch nach ihrem Hochschulstudium, als auch einen kontinuierlichen Wissenstransfer. „Durch die stetige Partizipation an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entwicklungen sind wir in der Lage, unser technologisches Niveau immer auf dem neuesten Stand zu halten und somit einen Wissensvorsprung zu generieren, von dem in allen Projektphasen auch unmittelbar unsere Kunden profitieren.“ so Falko Rotter. Zudem ist der Standort nicht nur perfekt an der Quelle von Innovation, Inspiration und Technik gelegen, sondern auch zentral im grünen Herzen Deutschlands positioniert.

Es erwiesen sich gerade in der Anfangsphase die im Technologie- und Gründerzentrum zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten als äußerst hilfreich. Nicht zuletzt profitierten die Unternehmer von einer schnellen Einführung des Prototyps in die Praxis, sowie dem kontinuierlichem Vorantreiben der Entwicklung von KELVIN WMS.

 

Tipps

 

Welche Tipps könnt Ihr Gründern mit auf den Weg geben?

„Eine gute Idee und solides Fachwissen allein sind leider noch lange kein Garant für nachhaltigen Erfolg. Vielmehr kommt es auf die richtige Mischung von Mut und Besonnenheit an: Seid mutig genug, eure Idee auch in die Tat umzusetzen und glaubt stets an euch und eure Visionen. Handelt dabei aber nie unüberlegt und vorschnell! Seid zudem mit Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit bei der Sache, denn nur so wird es euch gelingen, auch andere von eurem Können zu überzeugen und sie für euch und eure Idee zu gewinnen.“, so Falko Rotter.

Auf die Frage warum man gründen sollte hob Falko Rotter die Entfaltung der eigenen Kreativität und Persönlichkeit sowie die zeitliche und räumliche Flexibilität besonders hervor. Wichtig sind ihm die eigene Leidenschaft, die Herausforderungen, die zu tragende Verantwortung, der Stolz auf das eigene Werk und natürlich nicht zuletzt auch der wirtschaftliche Erfolg.
Besonders achten sollte man darauf, dass man sich nicht überschätzt. Das kann zu Fehleinschätzungen oder zur Überforderung führen. Ein weiterer Fallstrick ist das Ausruhen auf Erfolgserlebnissen. Den Markt und die Kunden muss man ständig im Blick behalten und die eigenen Produkte hinterfragen und weiter entwickeln. Abhängigkeiten sollten dabei vermieden bzw. minimiert werden. Die „falschen“ oder „schlechte“ Partner, Mitarbeiter oder Kunden können einem Unternehmen zu schaffen machen ebenso zu kleine wirtschaftliche Polster.

 

Fotos: wr communication & EXOR PRO

Marvin Best im Juli 2016